Gegenlichtblenden für das Fuji XF 50-140 2.8 speziell bei Filternutzung

Schon immer habe ich mich für meine Objektiv nach anderen Gegenlichtblenden umgeschaut, weil oft das Material, die Qualität, oder die Funktionalität nicht der entsprach, die ich mir für eine vernünftige Nutzung vorstelle. …

Sind die (in aller Regel) heute im Lieferumfang der Objektive entaltenen Gegenlichblenden bei Standardnutzung im wesentlichen ausreichend, so ist es bei Benutzung von Filtern schnell mühselig. Gut, jetzt kann man sagen: bei modernen Digitalkameras sind Filter blödsinn. Das stimm, bis auf zwei Ausnahmen. Graufilter und Polfilter sind auch bei Digitalkameras noch genauso nötig wie zur analogen Zeit. Und dann wird es mühselig. Gegenlichblende ab, Filter drauf, Gegenlichtblende wieder drauf. Spätestens bei der Verwendung von Polfiltern ist es dann mit der Funktionalität meist endgültig vorbei.

Fuji 50-140 mit orig. Gegenlichblende:

 

Jetzt ist die Gegenlichblende des Fuji 50-140 mit einem ausklippbaren Fenster versehen, durch das man greifen und den Polfilter verdrehen kann:

Das Fenster ist aber a) viel zu klein und b) in einer Position angebracht, in der die Filternutzung mehr schlecht als recht funktioniert. Wer damit öfter Polfilter nutzen möchte, sollte das ausgeklippste Plastikstück am besten gleich generell in der Fototasche lassen, da die Verlustgefahr recht groß ist.

 

In diesem kleinen Beispielvideo ist in etwa zu sehen, wie das mit der Fummelei aussieht.

Jetzt war bei mir noch aus alten analogen Zeiten fast der komplette Contax-Gegenlichtblenden-Baukasten vorhanden. Für die Abmessungen an diesem Objektiv war das der Ring 72/86 sowie die METAL HOOD 5.

Hier ist aber auch gleich ersichtlich, daß die Geli zum Transport nicht umgekehrt auf das Objektiv geschraubt werden kann, da innen im Ring kein Gewinde vorhanden ist. Das Problem ist aber relativ einfach zu lösen. Man nimmt einen Stepdown-Ring von 72mm auf 67mm und klebt diesen zentrisch in die Innenseite des Reduzierring’s.

Fuji 50-140 mit Contax Gegenlichtblende:

Als Objektivdeckel fungiert eine Alukappe aus einem Satz Filtercase

Der Vorteil dieser überaushochwertigen Bauteile-Lösung: man kann die Geli vorne in den Filter schrauben und so bequem einen Polfilter direkt durch drehen der Geli einstellen. Es gibt natürlich auch günstige Alu-Gegenlichblenden aus einem Stück mit ähnlichen Abmessungen, die Qualität und Stabilität sollte man aber nicht erwarten.

Hier noch ein kleines Video dazu:

So, nun kam irgend wann zu meinem ganzen Fuji-Gerümpel auch noch eine Olympus E-M1 nebst einiger Objektive, unter anderem  auch ein mFT 40-150 2.8 also qasi ein Gegenstück zum Fuji 50-140. Auch dieses Objektiv hat ein 72er Filtergewinde hat aber im Gegensatz zu fast allen anderen Objektiven auf dem Markt eine geniale Gegenlichblende. Diese befestigt man wie üblich mit einem Bajonett am Objektiv, kann dann aber durch einfaches Ziehen nach vorne und durch Drehen an einem integrierten Drehring und nach hinten ziehen die Gegenlichblende vor und zurück schieben. Die Geli bleibt permanent auf dem Objektiv, braucht nicht mehr abgenommen und zum Transport gedreht werden. Jetzt kam natürlich der Gedanke; passt so eine Blende auch auf das Fuji-Objektiv und was braucht man dazu, um es zu adaptieren. Nach längerem malträtieren der alternden Gehirnwindungen kam als Lösung wieder mal Adapterringe für’s Frontgewinde zum Einsatz. In diesem Fall einen Stepup von 72 auf 77 mm und einen Stepdown von 77 auf 72 mm.

Der Stepupring passt maßlich eigentlich so wie er ist in die Bajonettaufnahme der Geli, allerdings empfiehlt es sich das 77er Gewinde komplett bis auf die Planfäche runter zu schleifen, damit die Blende nicht unnötig weit herausschaut.

 

 

 

 

 

 

 

 

Dann wird dieser nachgearbeitete Ring mit 2K-Kleber in das Bajonett eingeklebt.

Jetzt muss noch auf der anderen Seite der Stepdown-Ring eingeklebt werden. Schließlich will man ja hier später auch Filter verwenden und der Objektivdeckel (original) soll auch wieder drauf.

 

 

Fuji 50-140 mit angepasster Geli vom Olympus 2.8 40-150

 

In Funktion mit einem Polfilter sieht das Ganze dann etwa so aus:

Bei keiner der Gegenlichblenden kommt es zu Vignetierungen. Bleibt vielleicht noch zu erwähnen, daß die Olympus Gegenlichblende zur Zeit für 59 € zu erwerben ist. Soviel kostet in der Regel oft schon eine normale Geli aus Kunststoff.

Hier jetzt mal noch zwei Bilder, wie die beiden verschiedenen Objektive mit der gleichen Gegenlichtblende aussehen:

 

 

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