Meine Kamera-Geschichte

 

Auf dieser Seite möchte ich ein wenig über den den Werdegang meines Foto-Hobbies erzählen, mit was für einer Knipskiste alles begann und über welche Kameras und Ausrüstung ich bis heute gestolpert bin.

 

 

Die Agfa Synchro-box war der erste Knippskasten, mit dem ich in Berührung kam. Wann war den das? Irgend wann 1961/62 mit 5 o.6 Jahren. Die viel mir bei den Großeltern in die Finger. Wie immer hieß es von den Eltern: Da bist du noch zu klein dazu, daß darfst du noch nicht! Da hatte ich es dann (wie so oft) Oma zu verdanken, daß ich doch durfte. Also habe ich mit dem Teil meine ersten Bilder gemacht, auch wenn man da nicht wirklich Bilder zu sagen konnte. Aber immerhin, der Anfang war gemacht.

 


Die Kodak Instamatic 133 war dann so 1969 der erste Fotoapparat, den ich mir gekauft habe. (kaufen durfte). Die wurde aber eigentlich immer nur bei irgend welchen besonderen Anlässen benutzt. Also war da noch nicht wirklich von „Fotohobby“ zu reden.

 

 


Die Exakta TL 1000 war 1976 der Erste ernstafte Versuch, daß Hobby „Fotografie“ in Angriff zu nehmen. Die Kamera wurde zu der Zeit bei Petri in Japan produziert (glaube, nach ´76 war Schluss). Die Ähnlichkeit mit der Petri FTX dürfte daher nicht zufällig sein. Zu dieser Kamera gesellten sich dann noch recht schnell weitere Objektive sowie Blitz, Stativ und so weiter.


Im Jahr 1978 brachte Canon die A-1 auf den Markt. 1980 hatte ich dann endlich eine! Und ein Jahr später noch eine AE-1 als Zweitgehäuse. Für mich war die A-1 eine Traumkamera, die ich mir eigentlich nicht wirklich hätte leisten können. Aber es hat einfach müssen sein. Die AE-1 habe ich mir dann noch gebraucht als Zweitgehäuse zugelegt. Das hatte für mich den Vorteil, mit Dia- und Negativfilm gleichzeitig arbeiten zu können. Zudem konnte ich mir in manchen Situationen einen Objektivwechsel sparen. Mit dieser ständig wachsenden Ausrüstung habe ich dann so bis mitte der 90er Jahre die Fotowelt unsicher gemacht, bis es dann ein wenig eingeschlafen ist mit der Knippserei.


Im Jahr 1997 habe ich mir dann die Canon IXUS zugelegt. (auch als Canon ELPH bekannt) Nachdem es mit dem Fotografieren ein wenig eingeschlafen war, wurden mit dieser APS-Kamera wieder öfter Bilder gemacht. (weil durch ihre Größe einfach immer dabei) Bei meinem zweiten Hobby (Mountainbiken) habe ich die Kompaktheit dieser Kamera in der Trikottasche schätzen gelernt.


2000 brach dann auch bei mir das digitale Zeitalter an. Verwöhnt durch die kompakte Größe der analogen IXUS wurde es dann die digitale IXUS. Diese Kamera wurde von mir immer gerne und viel benutzt, weil auch sie einfach eine „Immer dabei Kamera“ ist.

 


Irgend wann wuchs dann doch wieder der Wunsch nach mehr Möglichkeiten beim fotografieren. Da mir die zu der Zeit erhältlichen digitalen SLR-Kameras noch erheblich zu teuer waren, wurde es dann Ende 2002 eine Minolta Dimage 7i. Diese Kamera bot für mich seinerzeit das beste Preisleistungsverhältniss. Und das mit fast allen Möglichkeiten, die auch eine SLR bietet. (Natürlich ohne Objektivwechselmöglichkeit). Die Minolta wurde im August 06 durch eine Fuji Finepix S5600 ersetzt, da der Sony-CCD der Minolta den bekannten Oxidationstot ereilt hat.


Wie schon geschrieben, kam im August 06 die Fuji Finepix S5600 als Ersatz für die defekte Dimage 7i. Da ich mich so daran gewöhnt habe neben der „großen“ Ausrüstung immer noch die Möglichkeit zu haben mit „kleinem Gepäck“ unterwegs sein zu können, war für mich ein Ersatz für die Minolta eigentlich logisch. Mittlerweile hat sich das durch die aktuellen Möglichkeiten der 400er Serie von Olympus fast erledigt.

 


Die Olympus E-1 war dann der Wiedereinstieg in die SLR-Technik. Nun also Digital. Diese habe ich mir, nachdem die utopischen Preise für diese Kamera in erschwingliche Regionen gefallen sind, als Kit wie hier abgebildet im Jahr 2005 angeschafft. Auch hier ist die Ausrüstung und das Zubehör inzwischen um einiges angewachsen.

 

 

 


Die Olympus E-400 war dann Anfang 2007 der nächste Schritt zur Erweiterung der DSLR-Ausrüstung. Allerdings gab es für mich einige Bedingungen und Gründe, „diese“ Kamera zu kaufen. Da es bisher zu dieser Zeit von Oly kein aktuelles Modell mehr mit Zusatzhandgriff gab, war eine meiner Bedingungen, die Möglichkeit, einen Motorantrieb (In diesem Fall einer von Pentax) modifizieren und als Zusatzhandgriff anschließen zu können. Da ist die E-400 (nun auch die 410 und 420) die, welche sich am besten dafür eignet, da sie keinen angeformten Handgriff besitzt und von den Abmessungen am besten dazu passt.. Ein weiterer Grund war die an Extremweitwinkel- oder auch Fischaugen-Objektiven doch etwas fehlende Auflösung der E-1. Reicht mir die Auflösung von 5Mp an der E-1 eigentlich völlig aus, so ist Diese an oben genannten Objektiven spürbar, da hier doch einiges an Details verloren geht.

Größenvergleich zwischen der schon nicht so großen E-1 und der E-400 mit angebautem Zusatzgriff

 

 

 


Im November 2007 war dann die Olympus E-510 an der Reihe. Auch hier gab es (wie schon bei der E-400) einige Gründe, warum ich mich für die 510 entschieden habe. Der Erste war, es sollte eine den Möglichkeiten etwa ähnliche Kamera wie die E-3 sein. Die E-3 hatte ich, nachdem sie im Oktober des selben Jahres vorgestellt wurde und die Fakten der Kamera klar waren, erst mal aus der Anschaffungsliste gestrichen. Die E-3 hat mich als Nachfolger der E-1 sowohl haptisch wie auch bedienungsmäßig nicht so wirklich überzeugen können. Es kam dann zwar anders, aber überzeugt bin ich immer noch nicht. Da war mir die E-510 dann von den Möglichkeiten erst mal gut genug. Natürlich war mal wieder vor der Anschaffung der E-510 ein ausgiebiges Nachforschen und Austesten, ob der Möglichkeit der Adaption eines Batteriegriffes vorrausgegangen. Es gibt einen Fremdhersteller (Ownuser aus Taiwan) der Batteriegriffe mit Zusatzauslöser für die 510 anbietet. Allerdings sehen diese Teile für meinen Geschmack, was Größe und Ausführung betrifft furchtbar klobig aus, und kamen für mich nicht in Frage. Recht gut passend war der Zusatzgriff HLD-3 der Olympus E-300, der sich mit recht einfachen Anpassungsmaßnahmen adaptieren lässt. Umbau gibts hier: Ich nenne das jetzt mal „E-3 light“


Dezember 2007. Nun hab ich sie doch gekauft. Und das trotz einiger Dinge, die mir nach wie vor nicht gefallen. Letztendlich fiel die Entscheidung aus meheren für mich relevanten Gründen pro E-3. Da ist zum einen der Kauf einiger doch recht teuren Objektive. Diese Objektivanschaffung war für mich auch gleichzeitig die konsequente Entscheidung, nicht doch noch auf ein anderes System zu wechseln. Da kam dann der Gedanke, wenn schon in die Vollen dann auch „mit“ E-3. Weiter ist in absebarer Zeit wohl nicht mit einer Kamera in dieser Kategorie zu rechnen. Also werde ich mich mit der E-3 auseinander setzen. Warscheinlich haben Nutzer ohne den Vorläufer E-1 da wesentlich weniger Probleme mit den z.T. fehlenden oder geänderten Bedienungsmöglichkeiten. An manche, für mich negativen Dinge werde ich mich aber wohl nie gewöhnen. Zum Glück überwiegen die positiven Eigenschaften der Kamera, so das sich das Ganze im Rahmen hält.


Sommer 2008. Nun war also auch noch eine E-420 vorhanden, wenn auch garnicht geplant. In den USA gekauft (und brav verzollt) war sie durch den bereits vorher feststehenden Verkauf der Kitlinse so günstig, daß die Anschaffung der Kamera in Frage kam. Seither ist die 420 als Zweitgehäuse und als Kamera für alle Gelegenheiten mehr im Einsatz, als die 510 (und das trotz des fehlenden IS). Natürlich hat auch die E-420 bei mir nur wenige Tage ohne Anpassungsmaßnahmen überstanden. Im Bild ist eine schwarz eloxierte Eigenbau-Winkelschiene mit angepasstem Griffteil und Schnellwechselplatten für das 200er Manfrotto-System verbaut. Die Schnellwechselplatten sind so ausgeführt, daß die Kamera in jeweils vier verschiedenen Positionen befestigt werden kann (an der unteren Wechselplatte drei Positionen).


Sommer 2009!! Fast das komplette Olympus – Equipment flog raus. Dafür gab es verschiedene Gründe, die für mich ausschlaggebend waren, ich hier aber nicht näher erläutern möchte. Angeschaft wurde stattdessen eine Nikon D3 nebst diverser Objektive. Im Anschluss daran folgte noch eine D300s (quasi als Brennweitenverlängerer) und eine D600. Mit dieser wachsenden Ausrüstung „schleppte“ ich mich die nächsten Jahre so rum.


Wärend der Nikon FX – Zeit kam für’s „Leichte Gepäck“ noch eine Nikon 1 V1 mit diversen Objektiven dazu, weil für mich nicht bei jeder Gelegenheit zwingend erforderlich war, die schwere „große“ Nikon-Ausrüstung mitzuschleppen.

 


Mai 2014. Rund 5 Jahre habe ich nun mit der Nikon FX-Ausrüstung meine Bilder gemacht. Nun brach auch bei mir die Zeit der „Spiegellosen“ an. Eine Fuji X-T1 nebst einem gebrauchten Zweitgehäuse (X-E1) und diverser Objektive und Zubehör wurde angeschaft. Mittlerweile ist auch noch eine X-T2 dazu gekommen. Auch wenn alle Hersteller bei ihren spiegellosen Kameras noch nicht an die AF-Performance der DSLR’s heran reichen, ist die Sensortechnik mittlerweile soweit fortgeschritten, daß man noch nicht mal auf Grund von geringerem Rauschen auf eine sogenannte „Vollformatige“ zurückgreifen muss. Natürlich sind die Kameras mit größerem Sensor beim Rauschverhalten den Kameras mit einem kleineren Sensor immer überlegen, aber die brauchbare Grenze schiebt sich immer weiter nach oben, sodass dieser Grund immer weniger zum Tragen kommt. Für Sport- und Aktionfotografen sind die Spiegellosen derzeit sicherlich noch nicht zu gebrauchen, auch wenn jetzt gegen Ende 2016 schon die nächsten neuen Modelle in den Startlöcher stehen, denen es da nicht mehr viel fehlt. Den Ausschlag für das Fuji-System gaben mehrere Gründe. Zum einen eben die wesentlich leichter Ausrüstung, wirklich gute Detaillösungen aber vor allem die Bedienung. Einstellräder und Ringe, so wie man es von der analogen Zeit gewohnt war! Nicht für diverse Einstellungen in irgend welchen Tiefen der Menue’s einzutauchen, daß hat schon was. Mittlerweile fotografiere ich über zwei Jahre mit diesem System und habe dabei feststellen dürfen, daß sich die Optiken von der optischen Leistung vor keinem Hersteller verstecken müssen. So gefällt mir das. Wenn jetzt diese Systemkameras noch die AF-Performance der DSLR’s erreichen ist meiner Meinung das Ende dieser Kameragattung (außer für Spezialfälle) so langsam erreicht.


Im Herbst 2014 kam ich dann noch unverhofft zu eine weiteren „Spiegellosen“, eine Olympus E-M1. An dieser Kamera betreibe ich auch noch Restbestände aus dem alten E-System per Adapter. Dieses System benutze ich aber eigentlich nur zum Filmen. Das macht die E-M1 nämlich um einiges besser als die Fuji. Auch hier hat allerdings die Fuji X-T2 nicht zuletzt auf Grund ihrer 4K-Videofähigkeit enorm aufgeholt.